10 Tipps, wie man Ostern auch in Zeiten der Quarantäne genießen kann

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10 Tipps, wie man Ostern auch in Zeiten der Quarantäne genießen kann

Besuche und gemeinsame Treffen werden noch eine Weile warten müssen, ebenso wie der gemeinsame Ausflug. Die Corona-Pandemie hat das Leben und die Gewohnheiten von uns allen ganz schön durcheinandergewirbelt, und sie wird auch vor dem Osterfest nicht haltmachen. Wir sollten aber den Kopf nicht hängen lassen, denn so schlimm ist die Sache nun auch wieder nicht! Nach wie vor bieten sich uns viele Möglichkeiten, das Frühlingsfest auch in dieser seltsamen Zeit zu genießen. Und genauso wie die österliche Saat müssen wir auch die Hoffnung auf bessere und erfreulichere Tage in uns keimen lassen.

Große Bedeutung hat das Osterfest vor allem für die Christen, obwohl seine Herkunft heidnischen Ursprungs ist. Am Karfreitag wurde Jesus Christus gekreuzigt, um dann am Ostersonntag auf wundersame Weise wieder von den Toten aufzuerstehen, und damit allen Menschen guten Willens Hoffnung schenkte. In diesem Jahr aber werden Christen ohne die gewohnten Gottesdienste auskommen müssen. Und der österliche Segen Urbi et Orbi von Papst Franziskus wird in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit nicht auf dem überfüllten Petersplatz im Vatikan, sondern ohne Zuschauer – online – stattfinden. Eine wahrlich merkwürdige Zeit, in der wir leben.

In diesem Jahr fällt Ostern auf die zweite Aprilwoche. Karfreitag ist am 10. April, Ostersonntag am 12. und Ostermontag am 13. April. Burgen und Schlösser sind allesamt geschlossen, und auch die Ostermärkte und Jahrmärkte wurden bereits abgesagt. Auf den ersten Blick mag es also den Anschein haben, dass in diesem Jahr wirklich alles Käse ist.  Das aber muss nicht unbedingt so sein. Denn schlussendlich gibt es noch viele Dinge, die man auch in einer Zeit der Krisenmaßnahmen und der Quarantäne unternehmen kann. Welche das sind? Kommen Sie mit und lassen Sie sich inspirieren! 

10 Tipps, wie man Ostern auch in diesem Jahr genießen kann:

1. Machen Sie einen Familienausflug

Auch wenn die zoologischen Gärten und Burgen in den Ostertagen geschlossen sein werden, können Sie raus an die frische Lust. Vergessen Sie nicht: Die Natur hat nicht geschlossen! Und gerade der April ist eine ideale Zeit, einen Spaziergang durch den Wald, durch die Felder oder an Teichen und Seen entlang zu machen. Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben, und so gibt es vieles, das die Stimmung heben kann, wie etwa knospende Bäume und aufblühende Blumen. Sind Sie ein so großer Naturkenner, dass Sie erkennen, welche Arten schon aufblühten? Wenn Ihnen das Wetter wohlgesinnt ist, stauben Sie also einfach Ihr Fahrrad ab und steigen in die Pedale. Bewegung an der frischen Luft kann Ihnen in diesen Tagen nur guttun. 

Die ersten Frühlingsmonate sind auch ideal dazu, unsere Fauna kennenzulernen. Solange die Bäume noch nicht voller Laub sind, bietet sich Ihnen eine tolle Sicht auf die Vogelwelt, und auch die Wahrscheinlichkeit, ein größeres Säugetier, vielleicht sogar zusammen mit dem niedlichen Nachwuchs, zu sehen zu kriegen, ist vergleichsweise groß. Sollten Sie ein Fernglas zu Hause herumliegen haben, ist das jetzt eine gute Gelegenheit, ihm noch einmal etwas frische Luft zu gönnen. Aufregende Dinge gibt es nicht nur auf Schlössern oder im Zoo, sondern vielleicht auch gleich um die Ecke zu sehen. Sagen Sie selbst, wann haben Sie der Natur je so viel Aufmerksamkeit geschenkt? 

2. Basteln Sie sich Ihre Osterdeko selbst

Auch wenn Sie nicht direkt vor Ihrer Familie oder Ihren Freunden mit Ihrer Osterdeko angeben können, so machen Sie doch wenigstens sich selbst eine Freude. Und sollten Sie Kinder haben, so ist dies eine tolle Alternative, wie Sie sie in diesen schier endlosen Schulferien beschäftigen können.

Womit soll man anfangen? Ausprobieren können Sie es auf jeden Fall schon mal mit dem Basteln von Osterkränzen, mit denen man beispielsweise die Haustür schmücken kann. Dazu eignen sich alte Schleifen, buntes Papier und Buntstifte bzw. Wasserfarben. Sie können den Kranz auch mit natürlichen Elementen schmücken, die Sie beispielsweise auf Ihren Frühlingsspaziergängen sammeln können. Toll aussehen werden etwa Weidenkätzchen, Zweige mit sprießendem Laub oder getrocknete Blumen. Und vergessen Sie dabei auch die Eierschalen nicht, die Ihrem Kranz den nötigen österlichen Touch verleihen! Falls die Ideen ausgehen und Sie nicht mehr wissen, was Sie sonst noch basteln sollten, schauen Sie bei Pinterest nach, da entdecken Sie noch viele andere interessante Dekos.

Darüber hinaus können Sie Zweige für die Vase sammeln. In die passen auch aufgeblühter Goldregen oder lebende Blumen. Schmücken können Sie auch die Außenfensterbänke, z.B. mit einem Frühlingsblumentopf mit eingepflanzten Schlüsselblumen oder Mininarzissen. Blumenläden haben geöffnet, also nichts wie ab und kaufen Sie was Passendes. 

3. Zaubern Sie in der Küche

Da es mit dem Schmausen in Restaurants erstmals vorbei ist, ist es an der Zeit, die Sache in die eigene Hand zu nehmen: Gebratenes Osterhähnchen, Putenrolladen, hausgemachte Pasteten, leckere Käse- und Schinkensorten. Frisches Gemüse und natürlich Eier in jedweder Form! Tafeln sie zu Hause im großen Stil und gönnen Sie sich alle Ihre Lieblingsschmankerln.

Nicht zu vergessen auch das gebratene Osterlamm, das vom österlichen Speisezettel nicht wegzudenken ist. Und sollte traditionelles Biskuitgebäck nicht unbedingt Ihre Sache sein, probieren Sie es doch mal mit einer frischen Möhrentorte, nach der sich die ganze Familie die Finger lecken wird.

4. Frönen Sie alten Osterbräuchen

Wann, wenn nicht am kommenden Osterfest, haben Sie tatsächlich genügend Zeit, sich einmal mit all den vielen überlieferten Osterbräuchen zu beschäftigen? In unserer modernen hektischen Zeit sind diese nämlich schon ein wenig in Vergessenheit geraten, was sehr schade ist. Nutzen Sie Ihre freien Stunden und lernen Sie beispielsweise eine ordentliche Osterrute aus frisch geschnittenen Weidenzweigen zu flechten. Oder wie wäre es damit, sich einmal ausgiebig Zeit fürs Ostereiermalen zu nehmen. Wunderschöne Ergebnisse erzielen Sie mit Wachsverzierungen, wobei Sie das Wachs nach dem Färben von den Eiern entfernen. Naturliebhaber können es auch mal mit dem Färben von Zwiebelschalen versuchen. Einen tollen Effekt erreichen Sie auch, wenn Sie die Eier vor dem Färben mit Laubblättern versehen, die Sie mit Hilfe von Mull oder alten Nylonstrümpfen befestigen. Die Blätter werden dann auf den Eiern wunderschön abgedruckt.

Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, welch mannigfaltige Bräuche mit Ostern verbunden sind, sollten Sie sich unseren Spezialartikel lesen, der sich mit diesem Thema beschäftigt. 

5. Grillen in der Natur

Sie gehören zu den Glücklichen, die einen Garten oder wenigstens eine größere Terrasse ihr Eigen nennen können? Na, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Jene von Ihnen, die in ihrer Wohnung festsitzen, bietet sich zumindest die Möglichkeit zu grillen. Bei Ihren Spaziergängen durch die Natur in der näheren und weitere Umgebung Ihrer Wohnung werden Sie, wenn Sie dies mit offenen Augen tun, sicher ein paar schöne Feuerstellen finden, wo Sie sich Ihren Spaziergang durch den einen oder anderen gegrillten Leckerbissen noch angenehmer gestalten können. Packen Sie also etwas Grillware in den Rucksack, beispielsweise mariniertes Fleisch, Weißschimmelkäse oder klassische Würste, und machen Sie sich ein kleines Lagerfeuer. Verkneifen Sie sich aber, Freunde oder entferntere Verwandte dazu einzuladen. Denen können Sie Ihren kleinen Grillplatz ja zeigen, wenn die Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgehoben werden.

6. Vergnügen Sie sich zu Hause

Vielleicht gehören Sie aber ja auch gar nicht zu den Naturbegeisterten und verbringen den Tag lieber in den eigenen vier Wänden. Und da ist auch nichts Schlechtes dran. Nutzen Sie die Quarantänezeit und schauen Sie sich beispielsweise alte tschechische Märchen- oder sonstige Filme an. Sollte Fernsehen nicht Ihre Sache sein, dann ist jetzt der Augenblick gekommen, die alten Brettspiele wieder hervorzuholen oder endlich eines der vielen Bücher zur Hand zu nehmen, deren Lektüre man schon so lange aufgeschoben hat.

7. Aufräumarbeiten in der Natur

Jeder von uns kann seinen Teil zu einer schöneren und gesünderen Natur beitragen, die anschließend wieder umso mehr zu Ausflügen auffordert und nicht mehr weiter von weggeworfenen PET-Flaschen und sonstigem Unrat verhunzt wird. Ziehen Sie also alleine los und entsorgen Sie so viel Abfall, wie Sie können. Alles was Sie dafür brauchen, sind ein, zwei Abfallsäcke und ein Paar Handschuhe. Und schon werden unsere Parks, Wälder und Bahndämme wieder ein wenig sauberer sein. 

8. Machen Sie Hausputz

Aufgeräumt werden muss aber nicht nur die Natur, sondern auch in unseren Haushalten. Mag dies nun auch nicht die traditionelle Auffassung von Ostern sein, so kann ein solches Großreinemachen doch durchaus auch zur guten Laune beitragen. Denn nicht umsonst sagt man, dass wir beim Hausputz auch den eigenen Kopf aufräumen. 

Womöglich finden Sie ja etwas, von dem Sie gar nicht mehr wussten, dass Sie es haben. Allem Anschein nach ist die betreffende Sache nicht gerade lebenswichtig, und so können Sie sie auf einem Flohmarkt oder Basar jemandem anbieten, der noch etwas damit anfangen kann. So werden Sie überflüssigen Krempel los und füllen damit sogar noch die Haushaltskasse etwas auf. Zudem können Sie kaputte Sachen aussortieren und versuchen, diese zu reparieren oder etwas anders – Nützliches – daraus zu basteln. Im Internet finden Sie zu diesem Thema viele gute Ideen. Lassen Sie sich also inspirieren!

Falls Basteln aber nicht gerade zu Ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt, gäbe es da noch die eine oder andere Kleinigkeit, mit der Sie sich eine Freude machen könnten. Wie wäre es beispielsweise mit einem neuen Parfum, mit Schmuck oder einer Uhr?

9. Bereiten sie den Garten für den Frühling vor

Sollten Sie das Glück haben, Besitzer eines eigenen Gartes zu sein, können Sie ja einige der freien Tage vor oder nach Ostern damit verbringen, ihn wieder ein bisschen in Schuss zu bringen. Ob Sie nun eigenes Obst und Gemüse züchten oder lieber nur einen Ziergarten haben möchten – so oder so, es warten viele schöne Arbeiten auf Sie. Pflanzen Sie neue Blumen, Kräuter oder Gemüse, reinigen Sie die Gartenblumentöpfe und schneiden Sie Sträucher und Bäume.

Gartenarbeit ist, wenn dann auch noch die Frühlingsonne scheint, besonders angenehm. Wie es heißt, gibt es Menschen, bei denen das Herumwühlen in der Erde sogar therapeutische Wirkungen hat. Es hilft, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, sich nur auf die eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren und alles andere um einen herum zu vergessen. Die positiven Ergebnisse dieser Arbeit für Sie selbst werden nicht lange auf sich warten lassen und ein Lächeln in Ihr Gesicht zaubern. Gerade geistige Erholung und Gesundheit sind heute so wichtig wie nie zuvor.

10. Schließen Sie sich dem Heer der freiwilligen Helfer an

Niemand weiß, wann die Corona-Krise endlich vorüber ist. Sie werden aber besser mit ihr umgehen können, wenn Sie sich einer Freiwilligeninitiative anschließen und denen helfen, die unmittelbar bedroht sind. Dies mögen Senioren sein, die Ihre Hilfe bei Einkäufen sehr zu schätzen wissen würden, oder aber Ärzte, Krankenschwestern oder Verkäuferinnen/Kassiererinnen, die ohne Mundschutz arbeiten müssen. Überall gäbe es etwas zu tun, wobei auch kleine Hilfestellungen zählen.

Ja, dieses Jahr wird Ostern anders sein. Aber wenn wir es schaffen, die momentan sicherlich nicht leichte Situation dazu zu nutzen, unsere Persönlichkeit zu entfalten und anderen zu helfen, können wir vieles lernen, und wer weiß, vielleicht werden ja am Ende sogar zu besseren Menschen.