Wie man sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet und dabei Erfolg hat

Ilsa Kaiser | 23. 8. 2019

Sie suchen eine neue Arbeit und müssen ein Bewerbungsgespräch nach dem anderen hinter sich bringen? Nun, das muss nicht unbedingt ein endloser Weg des Leidens sein. Befreien Sie sich von allen Ängsten und ziehen Sie gegen den Personalchef gut vorbereitet in den Kampf, ausgestattet mit einem Lächeln im Gesicht, Aufrichtigkeit und Entschlossenheit. Am Ende kann ein solches Gespräch in eine angenehme Unterhaltung auslaufen, und die erträumte Arbeitsstelle bekommen Sie ganz einfach.

Die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle ist in der Regel eine recht stressige Angelegenheit. Wir alle wollen eine Arbeit, die uns Spaß macht und die uns erfüllt, auf die wir uns jeden Morgen aufs Neue freuen und die auch finanziell gut entlohnt wird. Wenn die Zeit gekommen ist und das Bewerbungsgespräch näherrückt, werden wir zusehends nervöser. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist groß und die Personalchefs haben sich zum Teil ganz schön fiese Fragen für uns ausgedacht, die einen mitunter aus der Fassung bringen und ganz schön zum Schwitzen bringen können. Aber keine Bange, man kann das alles schaffen und man kann es lernen. Sogar ein Bewerbungsgespräch kann sich am Ende in ein angenehmes Plauderstündchen verwandeln, sofern Sie wissen, wie man sich richtig vorbereitet.

Was also ist zu tun, damit ein solches Gespräch wie geschmiert läuft und dass im besten Falle gerade Sie es sind, der die erträumte Stelle bekommt? 

  • Seien Sie ganz Sie selbst und machen Sie aus Ihrer Nervosität keinen Hehl

Mit einem Bewerbungsgespräch verhält es sich in etwa so wie mit dem ersten Rendezvous. Sie haben große Erwartungen und möchten sich selbst im bestmöglichen Licht zeigen. Sie überlegen sich, worüber die Konversation gehen soll, und versuchen sich auf alle möglichen Situationen vorzubereiten. Aber beherzigen dabei eine wichtige Regel: Seien Sie ehrlich und geben Sie auch ruhig zu, dass Sie die Situation als ein wenig stressig empfinden. Solange Sie sich nicht für eine sehr hohe Position wie die des Direktors oder des obersten Managers bewerben, wo ein höheres Maß an Selbstbewusstsein und ein souveränes Auftreten gefragt sind, wird man Ihnen nicht den Kopf abreißen. Sie werden so mit Sicherheit einen besseren Eindruck machen, als wenn Sie totale Souveränität vorzuspielen. Auch der Personalchef ist nur ein Mensch und versteht, dass Nervosität normal ist. Mit Ihrem ehrlichen Auftreten werden Sie in der Tat nur Pluspunkte sammeln.

Gleichzeitig aber sollten Sie auch daran denken, dass zu viel Nervosität bedeuten kann, dass Sie sich auf das Gespräch überhaupt nicht vorbereitet haben. Sie sind also gut beraten, wenn Sie Ihren „Auftritt“ zu Hause ein wenig proben. Sie können die Sache beispielsweise vor dem Spiegel üben oder vielleicht den Partner bitten, so ein Gespräch einmal mit Ihnen „in der Rohfassung“ vorzuspielen.

  •  Prägen Sie sich die Informationen über die betreffende Firma ein 

Wissen Sie, wie Sie sich selbst den Ast absägen, auf dem Sie sitzen? Wenn Sie über die Firma, bei der Sie anfangen wollen, rein gar nichts wissen. Wenn Sie Arbeit suchen, werden Sie auf viele Inserate antworten und hier und da werden Sie natürlich nur halbherzig abchecken, ob Sie als Kandidat eine Chance haben. Wenn man Sie aber zu einem Bewerbungsgespräch einlädt, ist es absolut notwendig, etwas über die Firma zu erfahren. Nichts wirkt schlimmer, als wenn Sie nicht einmal genau wissen, womit sich die Firma beschäftigt, welche Erfolge sie schon zu verzeichnen hat oder wie lange sie schon auf dem Markt tätig ist. Sie wollen ja schließlich eine Stelle bekommen und Kandidat Nr. 1 sein. Was glauben Sie, was Sie dem Personalchef von sich verraten, wenn Sie ihm zu verstehen geben, dass Sie nicht einmal bereit waren, ein paar Minuten für das Lesen des Firmenportraits oder der Firmenwebseiten zu opfern?

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie gut aussehen  

Denken Sie auch daran, dass der erste Eindruck bei einem Bewerbungsgespräch wichtig ist. Wenn Sie dort mit fettigen Haaren und schmutzigen Fingernägeln erscheinen, scheinen Sie damit offensichtlich sagen zu wollen, dass Ihnen dieses Gespräch im Grunde nicht viel bedeutet. Und wenn Sie nicht einmal für sich selbst sorgen können, was kann man dann wohl von Ihnen erwarten, wenn Sie bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben? Machen Sie sich also ein wenig zurecht, waschen Sie Ihre Haare mit einem hochwertigen Shampoo und kämmen Sie sich. Wenn Sie sich nicht gerade für eine Managerposition bewerben, lassen Sie alle Ihre Anzüge und Kostüme im Schrank. Die sollten Sie wirklich nur dann anziehen, wenn das Ihre gewohnte Kleidung ist und Sie sich darin wohlfühlen. Anderenfalls wirken Sie amateurhaft und überflüssig schmalbrüstig. Wählen Sie stattdessen lieber ein schönes Teil, das Sie gerne bei festlichen Angelegenheiten tragen.

Damen werden toll in einem Etuirock mit einer einfachen Bluse aussehen, aber sollten Sie sich für Blumenmotive oder eine romantische Spitze entscheiden, wäre das auch kein Fehler, und selbst dunkle Jeans können Sie ruhigen Gewissens anziehen. Das Outfit können Sie mit einer einfachen Handtasche abrunden. Für Herren empfehlen wir eine Leinenhose, ein einfaches Hemd, Pulli oder Polohemd. Lassen Sie alle Sportjacken, kurze Hosen, T-Shirts mit aufgedruckten Bildern, Rücksäcke und abgewetzte Turnschuhe zu Hause. Einen guten Eindruck hinterlassen Sie auch mit dem richtig gewählten Parfum. Nehmen Sie einen leichteren, frischen Duft, der Sie auf angenehme Weise stimuliert. Am wichtigsten aber ist, dass sie sich natürlich und wohl fühlen. Das spiegelt sich auch in Ihrem Auftreten wider. Sie werden sehen, dass es sich gleich viel leichter atmen lässt.

  • Erscheinen Sie pünktlich

Wenn wir das Eheversprechen am Altar einmal außen vor lassen, so gibt es nichts Schlimmeres, als wenn jemand zu spät zum Bewerbungsgespräch kommt. Ausreden und Entschuldigungen, dass Sie sich verfahren haben, dass Ihnen der Bus vor der Nase weggefahren ist, dass Sie Ihrem Nachbarn beim Einkaufen helfen mussten, überzeugt niemanden. Natürlich kann so etwas passieren, aber Sie sollten es tunlichst vermeiden. Schauen Sie vorher nach, wo sich die Firma befindet, wie Sie dorthin kommen, gegebenenfalls wann Ihr Zug/Bus fährt und fahren Sie sicherheitshalber 20 Minuten früher los. Es ist schließlich immer besser, ein bisschen zu warten als zu spät zu kommen. Nicht nur für diese Fälle wird Ihnen eine Markenuhr gut stehen – einmal abgesehen davon, dass eine solche Uhr an Ihrem Handgelenk ein echter Hingucker ist.

  • Vergewissern Sie sich, was Sie der Firma anzubieten haben und zeigen Sie, dass Sie sich gut verkaufen können 

Es ist ja schön, dass Sie überaus fleißig sind, Termine einhalten können und einen kreativen Geist besitzen. Wenn Sie das alles aber nicht gut verkaufen können, werden Sie unterschätzt werden, und wenn Sie nicht konkret über Ihre Erfolge sprechen, wird Ihnen das alles nicht viel nützen. Überlegen Sie sich schon zu Hause, was man Sie beim Bewerbungsgespräch fragen wird und beantworten Sie sich die Antworten schon im Voraus. Häufig vorkommende Fragen sind: Was für einen Nutzen werden Sie Ihrer Meinung nach für unsere Firma haben? Was sind Ihre schwachen und was Ihre starken Seiten? Denken Sie daran, dass das Glück dem Vorbereiteten hold ist. Wenn Sie auf diese Fragen schweigen und die Antworten nur in langsam aus Ihnen heraus kommen, werden Sie alles andere als einen guten Eindruck machen. Seien Sie selbstsicher und haben Sie keine Angst, zu sagen, was Sie können und worin Sie gut sind. Aber Vorsicht! Erfinden sie nichts und lügen Sie nicht. Man mag Ihnen vielleicht während des Bewerbungsgesprächs nicht auf die Schliche kommen, in der Probezeit aber wird die Wahrheit ans Licht kommen. Die Firma wird sich dann von Ihnen verabschieden.

  • Zeigen Sie sich interessiert und stellen Sie Fragen 

Vergessen Sie nicht, dass Fragen nicht nur vom Personalchef gestellt werden. Auch Sie sollten Raum und die Möglichkeit bekommen, herauszufinden, was Sie an der betreffenden Position in der Firma interessiert. Zeigen Sie sich interessiert und bereiten Sie ein paar Fragen vor. Das muss nicht nur Ihre Position, die Arbeitszeiten und die Benefits betreffen, seien Sie kreativ! So können Sie den Personalchef beispielsweise fragen, ob er in der Firma zufrieden ist oder was ihm dort am meisten Spaß macht. Fragen Sie ihn nach dem künftigen Firmenplan oder nach den Problemen, die die Firma mit Erfolg gemeistert hat.

Denken Sie daran, dass das Bewerbungsgespräch, obwohl es nicht immer den Anschein haben mag, eine Unterhaltung gleichwertiger Gesprächspartner sein sollte. Auch Sie testen dabei den künftigen Arbeitgeber und können Fragen stellen. Nicht nur der Personalchef, auch Sie haben das Recht, darüber zu entscheiden, ob Sie am Ende in die Firma eintreten oder nicht. Sie befinden sich nicht in der Position eines untergeordneten Schülers, der an die Tafel gerufen wurde. Wenn Sie sich das bewusst machen, können Sie von einem solchen Gespräch viel interessante Informationen mit nach Hause nehmen und am Ende eine Stelle antreten, die Ihnen nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch einen schönen Lebensplan sichert.

Wir wünschen Ihnen viel Glück! 

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