Die besten Rezepte für verwöhnte Naschkatzen

Die besten Rezepte für verwöhnte Naschkatzen

Die Weihnachtszeit hat ihren eigenen Zauber, und dieser Magie kann – Gott sei Dank – keine Epidemie der Welt etwas anhaben. Mag das Coronavirus auch überall wüten, die Leute lassen sich ihr Weihnachtsfest nicht nehmen. Und so werden wir Zeugen dessen, wie die Straßen im Glanz unzähliger Lichter erstrahlen, die Schaufenster der Geschäfte mit glänzenden Weihnachtskugeln und -ketten geschmückt sind und auf jedem Platz ein geschmückter Weihnachtsbaum die Kinderherzen höherschlagen lässt. Obwohl oder gerade weil die diesjährigen Weihnachtstage unter gewissen Einschränkungen zu leiden haben, werden wir endlich einmal von übertriebenem Konsum und Einkaufsstress, der schon seit Jahrzehnten scheinbar untrennbar mit der Adventszeit verbunden, ist verschont bleiben.

Zu spielen hat man uns verboten, zu singen hat man uns verboten… aber zu kochen und zu backen hat man uns nicht verboten. Um die beliebte Weihnachtstafel voller leckerer Delikatessen werden Sie zu Hause mit Sicherheit nicht kommen. Wenn man sich in diesem Jahr nun schon so viel verkneifen musste, dann sollte ein solches ständige Verzichten auch mal so richtig mit etwas gutgemacht werden. In unserem heutigen Artikel dürfen Sie sich auf ein paar Tipps für ein tolles Weihnachtsessen freuen, über die sich die Liebhaber traditioneller Gerichte, Vegetarier, aber auch jene, die vor allem Wert auf gesunde Ernährung legen, freuen werden. Wollen Sie endlich mal einen ordentlichen Weihnachtszopf „flechten“? Oder herrlich weiche Lebkuchenplätzchen? Oder wie wär’s mit einer entschlackten Version traditioneller Delikatessen? Dann fangen Sie gleich an zu lesen.

Damit der Lebkuchen weich ist

Wie heißt es doch so schön in einem bekannten Kinderbuch: „Bei uns in Bullerbü beginnt Weihnachten dann, wenn Lebkuchen gebacken wird…“ Ja, so ist es tatsächlich. Diese honigsüßen Leckereien in Form kleiner Schweinchen, Bäumchen und heutzutage auch schon in allen möglichen und unmöglichen anderen Formen sind aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Wenn Sie zu denen gehören, die jedes Jahr sagen „Hoffentlich wird er mir nicht wieder wie ein Stein im Magen liegen!“, dann ist endlich Hilfe nahe! Hier ist ein Rezept für weichen Weihnachtslebkuchen, der nicht liegen muss und die Form behält:

  • 400 g feines Mehl
  • 50 g Butter
  • 140 g Puderzucker
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Natron
  • 1 Esslöffel Lebkuchengewürz

Alle trockenen Zutaten miteinander verrühren, die nassen Zutaten dazugeben und einen geschmeidigen Teig daraus kneten. Den Laib die Nacht über im Kühlschrank liegen lassen. Den Herd auf 160 °C vorwärmen, das Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig 0,5 cm flach ausrollen. Plätzchengroße Stücke ausschneiden und 8-10 Minuten backen und danach – noch heiß – mit einem verquirlten Ei bestreichen.

Lebkuchen ist mit Verzierungen immer noch etwas schöner. Typisch ist ein weißer Zuckerbelag, aber auch Schokolade und Mandeln sollten Sie einmal versuchen.

Weihnachtszopf – wie „flechtet“ man ihn?

Vergessen Sie ausgetrocknetes und übersüßtes Gebäck aus dem Supermarkt. So etwas hat mit echtem Weihnachtszopf, abgesehen vielleicht von der Form, nichts mehr zu tun. Backen Sie sich lieber selbst einen Butterzopf, mit leckeren Mandeln und Rosinen. Wie aber macht man das?

Rezept:

  • 230 g feines Mehl
  • 100 g Instantmehl
  • 70 g weiche Butter
  • 60 g Zucker
  • 35 g gehackte Mandeln
  • 35 g Rosinen
  • 20 g frische Hefe
  • 115 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei und ein verquirltes Ei zum Bestreichen
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • Mandelflocken zum Bestreuen
  • 4 g Salz

Wir verrühren beide Mehlsorten in einer Schüssel und machen in der Mitte eine Vertiefung, in die wir dann zwei Drittel der Milch gießen und die zerbröselte Hefe hineingeben. Nach und nach vermengen wir das Mehl so lange mit der flüssigen Mitte, bis der Teig nicht mehr flüssig ist, dann lassen wir den Teig an einem warmen Ort 30 Minuten aufgehen.

Die Butter lassen wir in einem Topf zergehen. Ein Ei schlagen wir in einer Tasse schaumig. In die Schüssel mit dem Teig geben wir die restliche Milch, die geschmolzene Butter, den Zucker, das Salz, die Zitronenscheibe und ein Ei. Wir kneten einen glatten Teig, in den wir noch die Rosinen und die Mandeln geben. Wir formen 6 Stränge, die wir zu einem Zopf flechten und lassen ihn dann noch eine Stunde auf dem Blech aufgehen. Anschließend backen wir ihn 40-50 Minuten bei 160 °C im vorgeheizten Ofen.

Echter Weihnachtspunsch

Ganz egal, ob Ihre Stimmung etwas aufgeheitert werden muss oder Sie gerade durchgefroren von einem langen Spaziergang zurückkommen, ein echter Weihnachtspunsch kommt so oder so gerade recht. Für seine Zubereitung reichen ein paar wenige Zutaten. Sie brauchen dazu Rotwein (Durchschnittsqualität genügt, also bitte keinen Gran Reserva in den Kochkessel gießen!), Orangensaft, Zimt, Gewürznelke, Zucker und Rum. Den ganzen Mix erwärmen, aber Vorsicht, er darf auf keinen Fall kochen! Da würde der ganze Alkohol verdampfen. In die Gläser können Sie noch Mandeln, Rosinen oder irgendeinen Obstkompott geben.

Karpfen mit Salat, oder doch nicht?

Schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts wird an Heiligabend traditionell gebratener Karpfen serviert. In den letzten Jahren aber greifen viele Haushalte lieber zu „etwas besseren Fischen“, so etwa zu Lachs, Zander oder frischem Thunfisch. Haben Sie keine Angst, sich dieser Geschmackswende anzuschließen und sich eine echte Spezialität zu gönnen.

Zu den genannten Fischen passt nun natürlich auch der klassische Kartoffelsalat nicht mehr. Falls Sie auf diese Tradition aber am Ende doch nicht verzichten möchten, können Sie ja eine entschlackte Version wählen. Anstelle von Mayonnaise nehmen Sie dann eben saure Sahne oder mit Olivenöl verrührte Eidotter. Einen interessanten Geschmack erhalten Sie auch, wenn Sie einen Esslöffel Senf dazugeben.

Altböhmische Kuba

Sollten Sie aber auf echte altböhmische Küche stehen und auch noch Vegetarier sein, können Sie sich an Heiligabend ja das weihnachtliche Fisch/Graupen-Gericht Kuba (Schwarzer Jakob) schmecken lassen. Die Pilzen können Sie auch getrocknet oder gefroren benutzen. Verwenden Sie also beispielsweise die Pilzreste, die Sie im Herbst noch im Wald haben finden können. 3 Hände voll Steinpilze eine halbe Stunde in Milch einweichen, dann 5 Minuten kochen lassen und abgießen.300 g Graupen abspülen. Malz (Butter oder Öl) in einem Topf auslassen und die Graupen braten, danach Wasser dazugeben und kochen, bis sie weich sind. In der Pfanne eine Zwiebel braten, Pilze und Kümmel dazugeben und dünsten lassen. Die Mischung mit den Graupen verrühren, Knoblauch, Majoran, Salz und Pfeffer dazugeben und ca. 20 Minuten bei 180 °C braten lassen.

Gesunde Weihnachtsplätzchen

Sie naschen gerne, wollen über Weihnachten aber möglichst keine unansehnlichen Kilos zunehmen? Dann probieren Sie doch einmal eine der folgenden gesunden Leckereien! Sündigen können Sie etwa mit Körbchen mit bitterer Schokolade und Erdnussbutter, mit Vanille-Vollkornsemmeln, Raw Kokoswürfeln in Schokolade oder mit Pracničky-Plätzchen aus Dinkelmehl. Und was auch immer geht, sind Nüsse und getrocknetes Obst.

Wir hoffen, dass wir Sie mit unseren heutigen Rezepten inspirieren konnten. In diesem Sinne dann: Frohes Fest!

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