Wie man Make-up nach Hauttyp und Unterton auswählt

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Wie man Make-up nach Hauttyp und Unterton auswählt

Wir geben Tipps, wie Sie Ihren Hauttyp und Unterton erkennen und worauf Sie bei der Wahl von Deckkraft, Textur und Finish des Make-ups achten sollten. Wir konzentrieren uns auf die Unterschiede zwischen trockener, fettiger und Mischhaut, damit Farbton und Konsistenz wirklich passen.

Warum die Wahl des Make-ups wichtig ist

Vielleicht kennen Sie das: Im Geschäft sah der Farbton wie die perfekte Übereinstimmung mit Ihrer Haut aus, aber nach ein paar Stunden Tragen sieht das Ergebnis anders aus, als Sie erwartet haben. Die Haut wirkt müde, auf dem Kinn und um die Nase herum erscheint Glanz, oder das Make-up betont trockene Stellen, von denen Sie nicht einmal wussten, dass sie existieren. Es liegt nicht unbedingt daran, dass Sie das falsche Produkt gewählt haben. Viel häufiger liegt es daran, dass das gewählte Make-up nicht zu Ihrer spezifischen Haut passt.

Ein gut gewähltes Make-up hat nur eine Aufgabe: den Hautton zu vereinheitlichen, kleine Unvollkommenheiten zu kaschieren und dabei so auszusehen, als wäre es gar nicht da. Wenn jedoch die Formel, die Deckkraft oder der Farbton nicht passen, wird das Ergebnis verraten. Lassen Sie uns durchgehen, wo der Unterschied zwischen einem natürlichen und einem unnatürlichen Ergebnis am häufigsten entsteht.

Wo sich ein unnatürliches Ergebnis zeigt

Es gibt einige typische Situationen, an denen Sie erkennen können, dass das Make-up nicht ganz mit Ihrer Haut harmoniert:

  • Graue Haut. Wenn der Farbton einen anderen Unterton hat als Ihr natürlicher, kann die Haut nach dem Auftragen fahl und leblos wirken, als ob ein feiner grauer Schleier darüber liegt.
  • Oxidation des Farbtons. Einige Make-ups dunkeln oder vergilben nach ein paar Stunden auf der Haut. Der Farbton, der in der Flasche authentisch aussah, weicht allmählich von Ihrer tatsächlichen Farbe ab.
  • Betonung trockener Stellen. Auf trockener oder schuppiger Haut setzen sich einige Texturen in kleinen Schüppchen ab und betonen sie, anstatt sie optisch zu beruhigen.
  • Übermäßiger Glanz. Auf der anderen Seite kann Make-up auf fettiger Haut schnell "abrutschen", verliert seine Mattheit und beginnt im Laufe des Tages, insbesondere in der T-Zone, zu glänzen.

Keiner dieser Effekte spricht für die Qualität des Make-ups an sich. Sie deuten eher darauf hin, dass es an Harmonie zwischen dem Produkt und Ihrer Haut fehlt — und genau diese Harmonie entscheidet darüber, ob das Ergebnis gepflegt oder eher maskenhaft wirkt.

Der Schlüssel liegt nicht im Preis, sondern in der Übereinstimmung mit Ihrer Haut

Es herrscht die weit verbreitete Vorstellung, dass teureres Make-up automatisch ein natürlicheres Ergebnis bedeutet. Der Preis berücksichtigt jedoch nicht das Wichtigste: wie sich Ihre Haut im Laufe des Tages verhält und welchen Unterton sie hat. Auch ein preisgünstiges Produkt kann perfekt aussehen, wenn es zu Ihrem Hauttyp und Ihrem Unterton passt. Und umgekehrt — eine Premium-Formel, die nicht Ihren Bedürfnissen entspricht, wird Sie genauso enttäuschen wie jede andere.

Der Hauttyp entscheidet darüber, welche Textur und welches Finish bei Ihnen halten und wie sie nach ein paar Stunden aussehen. Der Unterton bestimmt wiederum, ob der Farbton mit Ihrer natürlichen Farbe verschmilzt oder sich sichtbar von ihr unterscheidet. Diese beiden Ebenen hängen nicht direkt zusammen, aber erst zusammen bestimmen sie, ob das Make-up wie Ihre eigene, nur ebenmäßige Haut wirkt.

Und genau darauf gibt Ihnen dieser Artikel eine Antwort: wie Sie ein Make-up auswählen, das nicht wie eine aufgetragene Schicht aussieht, sondern wie Ihre Haut in Bestform. Schritt für Schritt zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Hauttyp und Unterton erkennen, welche Textur und Deckkraft Sie dazu wählen sollten und wie Sie alles überprüfen können, bevor Sie das Produkt mit nach Hause nehmen. Beim nächsten Mal werden Sie nicht auf Zufall oder Preisschilder vertrauen, sondern auf das, was wirklich zu Ihnen passt.

Wie man seinen Hauttyp und Unterton erkennt

Bevor Sie ein bestimmtes Produkt auswählen, lohnt es sich, sich mit zwei Dingen zu beschäftigen, die zusammenhängen, aber nicht dasselbe sind: Ihrem Hauttyp und Ihrem Unterton. Der Hauttyp gibt Aufschluss darüber, wie sich das Make-up im Laufe des Tages verhält, der Unterton entscheidet darüber, ob der Farbton mit Ihrer Haut verschmilzt oder fremd wirkt. Beides können Sie zu Hause in wenigen Minuten ohne spezielle Ausrüstung bestimmen.

Vier Hauttypen und wie man sie erkennt

Der einfachste Anhaltspunkt ist, zu beobachten, wie sich Ihre Haut etwa zwei bis drei Stunden nach dem Waschen verhält, wenn Sie keine Pflege oder Make-up aufgetragen haben. Danach können Sie sie in der Regel einer der vier Gruppen zuordnen:

  • Trockene Haut – Nach dem Waschen spüren Sie oft ein Spannungsgefühl, die Haut kann rauer sein und sich stellenweise schälen. Sie ist meist matter und feine Linien sind deutlicher sichtbar.
  • Ölige Haut – Schon nach wenigen Stunden breitet sich ein Glanz über das gesamte Gesicht aus, die Poren sind auffälliger und das Make-up neigt dazu, im Laufe des Tages zu verschwinden.
  • Mischhaut – Kombiniert beides. Der Glanz erscheint in der sogenannten T-Zone auf Stirn, Nase und Kinn, während die Wangen normal bis trockener bleiben.
  • Normale Haut – Verhält sich im Laufe des Tages ausgeglichen, ist weder stark glänzend noch unangenehm gespannt und verträgt die meisten Texturen problemlos.

Sie können sich auch mit einem Test mit einem Papiertaschentuch helfen. Streichen Sie leicht über das Gesicht in der Mitte des Tages und schauen Sie, wie viel Fett darauf zurückbleibt. Ein sauberes Taschentuch deutet eher auf trockene Haut hin, fettige Spuren aus der Gesichtsmitte weisen auf Mischhaut oder ölige Haut hin.

Farbton versus Unterton – wo liegt der Unterschied

Hier verbirgt sich die Verwechslung, die hinter den meisten schlecht passenden Make-ups steckt. Der Farbton beschreibt, wie hell oder dunkel Ihre Haut ist. Der Unterton hingegen ist der darunter liegende Farbton, der unter der Oberfläche durchscheint und gleich bleibt, auch wenn Sie im Sommer bräunen. Wir unterscheiden drei grundlegende Untertöne:

  • Warmer Unterton – Die Haut zeigt goldene, pfirsichfarbene bis gelbliche Töne.
  • Kühler Unterton – Überwiegen rosa, rötliche oder bläuliche Töne.
  • Neutraler Unterton – Warme und kühle Töne sind ungefähr im Gleichgewicht, sodass keiner deutlich überwiegt.

Zwei Menschen mit gleicher heller Haut können also ein ganz anderes Make-up benötigen: einer mit warmem, der andere mit kühlem Unterton. Wenn man nur darauf achtet, wie hell oder dunkel der Farbton ist und den Unterton vergisst, kann das Ergebnis leicht grau oder rosa werden, selbst wenn die Nummer auf der Verpackung scheinbar passt.

Drei Heimtests zur Bestimmung des Untertons

Um Ihren Unterton zu erkennen, brauchen Sie nichts weiter als Tageslicht am Fenster. Es ist zuverlässiger, mehrere Hinweise zu kombinieren, als sich auf einen einzigen zu verlassen:

  1. Venen am Handgelenk. Schauen Sie bei natürlichem Licht auf die Innenseite des Handgelenks. Grüne Venen begleiten normalerweise einen warmen Unterton, blaue bis violette eher einen kühlen. Wenn Sie zwischen beiden schwanken, ist das oft ein Zeichen für einen neutralen Unterton.
  2. Gold versus Silber. Halten Sie abwechselnd ein goldenes und ein silbernes Schmuckstück oder Stoffstück an Ihr Gesicht. Wenn Ihnen Gold besser steht und die Haut aufhellt, neigt es zu einem warmen Unterton, wenn Sie in Silber besser aussehen, handelt es sich wahrscheinlich um einen kühlen. Wem beides steht, hat wahrscheinlich einen neutralen Unterton.
  3. Reaktion auf die Sonne. Erinnern Sie sich, wie sich Ihre Haut in der Sonne verhält. Wenn Sie eher schnell braun werden und sich nur selten verbrennen, deutet das auf einen wärmeren Unterton hin, während leichtes Verbrennen und Rötung oft mit einem kühleren verbunden sind.

Keiner der Tests ist unfehlbar und bei einigen Menschen widersprechen sich die Hinweise – das ist typisch für einen neutralen Unterton. Wenn Sie sich des Ergebnisses nicht sicher sind, vertrauen Sie auf den Gesamteindruck im Spiegel bei Tageslicht. Sobald Sie Ihren Hauttyp und Unterton kennen, haben Sie zwei der wichtigsten Anhaltspunkte für die weitere Auswahl in der Hand.

Textur und Finish je nach Hauttyp

Sobald Sie Ihren Hauttyp kennen, können Sie die Konsistenz des Make-ups und dessen Endfinish entsprechend auswählen. Hier entscheidet sich, ob das Make-up natürlich wirkt und den ganzen Tag hält oder ob es nach ein paar Stunden in trockene Bereiche „abblättert“ oder in der glänzenden T-Zone verschwindet. Die Textur ist nicht nur eine Frage des Gefühls beim Auftragen – sie bestimmt, wie das Make-up mit Ihrem Hautfett reagiert und somit, wie lange und in welcher Qualität es auf der Haut bleibt.

Schauen wir uns an, welche Kombination aus Textur und Finish in der Regel am besten zu den einzelnen Hauttypen passt. Betrachten Sie dies als Leitfaden, nicht als unveränderliche Regel – die Haut verhält sich individuell und es kann auch eine Lösung für Sie geeignet sein, die „auf dem Papier“ einem anderen Typ zugeordnet ist.

Trockene Haut: Feuchtigkeit und lebendiger Teint

Trockene Haut schätzt Texturen, die Feuchtigkeit spenden und die Oberfläche frisch aussehen lassen. Vermeiden Sie stark mattierende und langanhaltende Formeln – sie sind darauf ausgelegt, Fett zu absorbieren, und können auf trockener Haut Schüppchen, feine Linien um die Augen oder schuppige Stellen betonen. Ein vollständig mattes Finish wirkt hier oft flach bis alt.

Besser funktionieren in der Regel leichtere, cremige und feuchtigkeitsspendende Texturen sowie sogenannte getönte Cremes mit einem höheren Pflegeanteil. Was das Finish betrifft, greifen Sie zu einem satinierten oder leicht aufhellenden Effekt – die Haut sieht dadurch gesund und strahlend aus, nicht ausgetrocknet.

Ölige Haut: Mattierende und langanhaltende Formeln

Bei öliger Haut ist die Situation umgekehrt. Das Ziel ist es, das Fett im Zaum zu halten, damit das Make-up nicht verläuft und die Haut nicht nach ein paar Stunden „glänzt“. Hierzu gehören mattierende Texturen und Formeln, die als langanhaltend gekennzeichnet sind – sie sind widerstandsfähiger gegen Fett und Reibung und behalten länger ein gleichmäßiges Aussehen.

Achten Sie jedoch darauf, dass das Ergebnis nicht maskenhaft wirkt: Auch bei öliger Haut gilt, dass ein Übermaß an stark deckenden, matten Texturen das Gesicht optisch „beschweren“ kann. Oft reicht eine mittlere Deckkraft mit einem matten bis semi-matten Finish und tagsüber eventuell leichtes Nachpudern nur dort, wo der Glanz am schnellsten zurückkehrt. Ein semi-mattes Finish ist bei öliger Haut ein angenehmer Kompromiss: Es dämpft den Glanz, nimmt der Haut aber nicht die natürliche Plastizität.

Mischhaut: Ausgewogene Lösung und Arbeiten nach Zonen

Mischhaut kombiniert beides – eine öligere T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) und normale bis trockene Wangen. Eine universelle Antwort gibt es daher nicht und es lohnt sich, nach Zonen zu denken. Hier leisten ausgewogene, mittel-leichte Texturen mit semi-mattem Finish gute Dienste, die die Wangen nicht austrocknen, aber gleichzeitig die Stirn und Nase nicht unnötig zum Strahlen bringen.

Wenn Sie präzise sein möchten, können Sie das Finish lokal anpassen: Auf die T-Zone einen leichten Puder oder eine mattierende Schicht, auf die Wangen hingegen eine natürlichere, satinierte Oberfläche belassen. Es geht eher darum, die Haut als mehrere verschiedene Oberflächen wahrzunehmen und entsprechend zu behandeln.

Grundierung: Ein Schritt, der dem Make-up Halt verleiht

Egal welchen Hauttyp Sie haben, die Haltbarkeit und das Aussehen des Make-ups werden erheblich durch die Grundierung (oft als Primer bezeichnet) beeinflusst. Es ist ein Zwischenschritt zwischen Hautpflege und dem eigentlichen Make-up: Sie schafft eine glattere Grundlage, gleicht die Oberfläche aus und hilft, dass das Make-up besser haftet und sich weniger in Poren und Linien absetzt.

Auch hier lohnt es sich, die Grundierung nach dem Hauttyp auszuwählen. Für trockene Haut gibt es feuchtigkeitsspendende und aufhellende Grundierungen, die die Oberfläche erhellen und sanft glätten. Für ölige Haut eignen sich mattierende Grundierungen, die auf die T-Zone abzielen und helfen, den Glanz zu zügeln. Und für Mischhaut können Sie verschiedene Grundierungen je nach Zone kombinieren, ähnlich wie beim eigentlichen Make-up. Eine Grundierung ist keine Pflicht, aber wenn Ihr Make-up nicht so lange hält, wie Sie es wünschen, ist dieser Schritt oft das, was fehlt.

Deckkraft, Farbton und Unterton: wie man sie abstimmt

Wenn Sie bereits wissen, welchen Hauttyp und Unterton Sie haben, bleiben noch drei Dinge, die zusammenpassen müssen: wie stark das Make-up decken soll, welchen Farbton Sie wählen und wie Sie ihn mit Ihrem Unterton verbinden. Genau hier entscheidet sich, ob das Ergebnis wie eine einheitliche Haut aussieht oder wie eine Maske, die mit einer scharfen Kante am Kinn endet. Lassen Sie uns das Schritt für Schritt analysieren.

Deckkraftstufen und wann man sie nutzt

Die Deckkraft gibt an, in welchem Maße das Make-up einen ungleichmäßigen Teint, Rötungen oder kleine Unvollkommenheiten abdeckt. Üblicherweise werden drei Stufen unterschieden, und keine davon ist per se besser – sie unterscheiden sich im Zweck:

  • Leichte, tönende Deckkraft. Vereinheitlicht die Haut und lässt sie durchscheinen. Geeignet für den Alltag, für jüngere und insgesamt schöne Haut oder für die Sommermonate, wenn Sie natürlich und frisch wirken möchten.
  • Mittlere Deckkraft. Deckt leichte Rötungen und einen ungleichmäßigen Teint ab, lässt die Haut aber dennoch lebendig wirken. Eine universelle Wahl, die den meisten Menschen zusagt und zusätzlich dort geschichtet werden kann, wo mehr Deckkraft benötigt wird.
  • Volle Deckkraft. Deckt stärkere Rötungen, Pigmentflecken oder einen ungleichmäßigen Teint ab. Geeignet für diejenigen, die ein perfekt glattes Ergebnis oder Make-up für Fotoshootings oder festliche Anlässe wünschen. Für den täglichen Gebrauch kann es schwer wirken, daher empfiehlt es sich, es in dünnen Schichten aufzutragen.

Es ist gut zu wissen, dass Deckkraft und Finish eng miteinander verbunden sind. Reichhaltigere Formeln sind oft deckend und halten länger, während leichtere Texturen durchscheinen. Sie müssen nicht ein einziges Produkt für alles haben – manche bevorzugen tagsüber ein leichteres Make-up und abends ein deckendes.

Wie man den richtigen Farbton testet

Der häufigste Fehler ist, den Farbton auf dem Handrücken zu wählen. Dieser hat eine andere Farbe als das Gesicht und verleitet leicht zu einem zu dunklen oder orangenen Ton. Testen Sie den Farbton daher an der Kieferlinie, am Übergang zwischen Gesicht und Hals. Tragen Sie zwei bis drei Farbtöne nebeneinander in einem dünnen Streifen auf und warten Sie einen Moment.

Der richtige Farbton ist derjenige, der an der Kieferlinie praktisch verschwindet und nahtlos in die Halsfarbe übergeht. Beurteilen Sie ihn immer bei Tageslicht – idealerweise am Fenster oder draußen. Künstliches Licht im Geschäft verfälscht die Farbe, Glühlampen verleihen einen warmen Schimmer und Leuchtstofflampen einen kalten, sodass ein Farbton, der unter ihnen passt, zu Hause ganz anders aussehen kann.

Vorsicht vor Oxidation

Vielleicht haben Sie schon erlebt, dass das Make-up nach dem Auftragen gut aussah, aber nach ein paar Stunden dunkler oder orangener wurde. Dieses Phänomen nennt man Oxidation – die Formel reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft, der Wärme und dem Hautfett und verändert ihren Farbton. Besonders ausgeprägt ist dies bei fettiger Haut und deckenden Formeln.

Dem kann man einfach vorbeugen: Warten Sie nach dem Auftragen des getesteten Farbtons zehn bis fünfzehn Minuten, bevor Sie die endgültige Farbe beurteilen. Wenn Sie wissen, dass Ihr Make-up nachdunkelt, greifen Sie lieber zu einem Farbton, der eine Nuance heller ist, oder wählen Sie eine Formel, die der Oxidation widersteht. Eine Grundierung und das Mattieren fettiger Partien helfen ebenfalls, da sie den Kontakt des Make-ups mit dem Hautfett reduzieren.

Anpassung an den Unterton und den Rest des Körpers

Der Farbton bestimmt, wie hell oder dunkel die Haut ist; der Unterton entscheidet, ob sie einen warmen, kühlen oder neutralen Schimmer hat. Wenn der Farbton in der Intensität passt, aber nicht dem Unterton entspricht, wirkt das Ergebnis unnatürlich – warmes Make-up auf kühler Haut wird grau, kühles auf warmer Haut verleiht einen ungesund rosigen Schimmer. Gehen Sie daher von dem Unterton aus, den Sie bestimmt haben, und suchen Sie innerhalb dessen einen Farbton, der an der Kieferlinie verschwindet.

Und der letzte Punkt, der oft vergessen wird: Die Haut im Gesicht ist oft heller als der Hals und das Dekolleté, die mehr der Sonne ausgesetzt sind. Wenn Sie das Make-up nur auf das Gesicht abstimmen, droht ein sichtbarer Übergang. Ziel ist es, dass die Farbe mit Hals und Dekolleté verschmilzt, nicht nur mit dem Gesicht. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie lieber einen Farbton, der der Halsfarbe näher kommt – den Übergang wird dann niemand bemerken.

Bevor Sie kaufen: Testen und praktische Tipps

Wenn Sie Ihren Hauttyp, Unterton sowie die passende Textur und Deckkraft kennen, bleibt nur noch ein Schritt – das Produkt auszuprobieren. Make-up sieht auf einem Papierstreifen oft anders aus als im Gesicht, wo es mit Ihrem Hautfett, der Hauttemperatur und dem Tageslicht in Berührung kommt. Es lohnt sich daher, ein paar Minuten mehr in das Testen zu investieren, damit Sie zu Hause nicht mit einem Fläschchen dastehen, das Sie nicht nutzen können.

Testen Sie den Farbton direkt auf der Haut

Wenn Sie die Möglichkeit haben, in ein Ladengeschäft zu gehen oder eine Probe anzufordern, tragen Sie eine kleine Menge Make-up auf und lassen Sie es trocknen. Ein Test auf der Hand gibt Aufschluss über die Textur, aber die Übereinstimmung des Farbtons entscheidet sich erst, wenn Sie es dort auftragen, wo Sie das Produkt tatsächlich tragen werden. Beurteilen Sie das Ergebnis am Fenster bei Tageslicht – künstliches Licht im Geschäft verfälscht die Farben, und ein Farbton, der unter Leuchtstofflampen neutral wirkte, kann draußen zu rosa oder gelblich erscheinen.

Wenn keine Probe verfügbar ist, wählen Sie lieber die vorsichtigere Variante und greifen Sie zu einer kleineren Verpackung oder einem Produkt, das mehrere nahe Farbtöne in einer Reihe bietet. So können Sie die endgültige Übereinstimmung leichter anpassen, ohne blind zu investieren.

Warten Sie ein paar Stunden, bevor Sie das Make-up bewerten

Eine wichtige Regel, die leicht vergessen wird: Bewerten Sie das Make-up nicht sofort nach dem Auftragen. Viele Formeln setzen sich in den ersten Stunden auf der Haut ab, ändern leicht den Ton oder glänzen auf fettigeren Partien anders. Ideal ist es, das Produkt am Vormittag zu testen und es sich am Nachmittag noch einmal anzusehen – so sehen Sie, wie es hält und ob es dem Farbton treu geblieben ist, den Sie gewählt haben.

Bei diesem Test sollten Sie auch darauf achten, wie sich das Make-up an bestimmten Stellen verhält. Trockene Haut zeigt, dass ihr die Formel nicht zusagt, indem sie Schüppchen um die Nase oder auf den Wangen betont; fettigere Haut verrät Instabilität, indem sie im Laufe des Tages glänzt. Ein paar Stunden Tragezeit sagen Ihnen mehr als jede Beschreibung auf der Verpackung.

Passen Sie die Zusammensetzung der Jahreszeit an

Ihre Haut verändert sich im Laufe des Jahres und damit sollte sich auch das Make-up ändern. Im Winter, wenn Heizung und Frost die Haut austrocknen, sind feuchtigkeitsspendende und geschmeidigere Texturen, die die Haut nicht spannen, von Vorteil. Im Sommer hingegen ist eine leichtere Deckkraft, die bei Hitze und Feuchtigkeit nicht so leicht verläuft, ideal. Oft reicht es, ein Schlüsselprodukt auszutauschen oder die Vorbereitung der Haut unter dem Make-up anzupassen.

  • Winter und Übergangszeiten: Setzen Sie auf Feuchtigkeit und ein sanft aufhellendes Finish, das trockener Haut Frische verleiht.
  • Sommer und warme Monate: Greifen Sie zu leichterer Deckkraft und länger haltbaren Formeln oder fügen Sie einen Schritt zur Fixierung hinzu.
  • Ganzjährig: Achten Sie darauf, ob der gewählte Farbton noch passt – gebräunte Haut im Sommer ist oft einen Ton dunkler als im Winter.

Überdenken Sie bewährte Produkte gelegentlich

Auch wenn Sie einmal das ideale Make-up gefunden haben, muss es nicht für immer passen. Der Hauttyp verändert sich im Laufe der Zeit – durch Alter, Hormone, Jahreszeiten und die allgemeine Pflege. Haut, die in der Jugend fettig war, kann später austrocknen, und umgekehrt. Es lohnt sich daher, von Zeit zu Zeit eine einfache Einschätzung zu wiederholen, wie sich Ihre Haut im Laufe des Tages verhält, und zu überprüfen, ob das gewohnte Produkt noch passt. Es geht nicht darum, die Kosmetik jede Saison zu wechseln, sondern nicht bei einer Lösung zu bleiben, die der Haut nicht mehr entspricht.

Wo Sie mit der Auswahl beginnen sollten

Wenn Sie bereit sind, eine Auswahl zu treffen, schauen Sie sich in der Kategorie dekorative Kosmetik bei Brasty um – hier finden Sie Produkte für das Gesicht wie Make-ups, Grundierungen und Puder, aus denen Sie je nach Textur, Deckkraft und dem Farbton, der Ihnen nach den vorherigen Schritten zusagt, wählen können. Auch Zubehör für die Fixierung und Pflege der Haut unter dem Make-up ist einen Blick wert. Mit dem Wissen, das Sie über Ihre Haut und Ihren Unterton gewonnen haben, wird Ihnen die Auswahl leichter fallen – und das neue Make-up wird aussehen wie Ihre eigene, nur ebenmäßigere Haut.